Gutenachtgeschichte
Julian half Sims auf der noch immer nach Luft schnappte. Gemeinsam mit seiner Großmutter halfen sie ihm bis zu Julians Zuhause. Dort setzte ihnen die Großmutter ein großes Stück Apfelkuchen und machte ihnen heiße Schokolade. Während die beiden anfingen zu essen, begann die Großmutter zu erzählen. „Habe ich euch schon vom Raubritter Garret erzählt der im Mittelalter hier sein Unwesen trieb?“ fragte sie. „Nein erzähl, Omi“ sagte Julian. Und die Großmutter begann: „irgendwann Mitte des 12ten Jahrhunderts wurde der Großmarshall Garret der am Hofe sehr angesehen war auf eine Reise in die Grafschaft Altberg geschickt. Er sollte dort als Diplomat vor den Herrscher treten. Doch was er nicht wusste war, dass er nur das Opfer einer Intrige war. Sein Konkurrent bei Hofe Marshall Terrag hatte den Grafen von Altberg bestochen, damit dieser Garret in ein Verlies stecken und leugnen würde diesen je gesehen zu haben.“ Warum hat er ihn nicht umbringen lassen?“ fragte Sims. „ Er wollte das Garret eines Tages als gebrochener Mann wieder freikommt und den Ruhm sehen sollte den Terrag erlangt hatte. Der ahnungslose Garret landete also in einer Zelle und als er nicht mehr auftauchte übernahm Terrag seinen Posten bei Hofe. „So ein fieser Schuft“, warf Julian ein. „ der ist fast so gemein wie Jörg.“ „Lass deine Großmutter doch erstmal weitererzählen“. „Wie gesagt, Garret saß also im Gefängnis und dort blieb er für zehn Jahre. Danach erkannte ihn keiner mehr. Garret hatte in dieser Zeit aber mitbekommen wer Schuld an seiner misslichen Lage war, aber er konnte nichts tun da ihm nach so langer Zeit keiner glauben schenken würde. Da er auch nichts mehr besaß außer die Kleider die er trug. Also zog er von Haus zu Haus um für sein Essen zu Betteln, aber die Leute scheuchten ihn weg. Ein älterer Mann der am Wegrand saß und aufmerksam zuschaute, sprach ihn an ob er nicht mit ihm kommen wollte seine Bande hätte einen Stützpunkt im Wald wo er auch etwas zu Essen bekommen könnte. Eigentlich war Garret immer ein Ehrlicher Mensch gewesen aber ihm blieb keine Wahl entweder würde er verhungern oder er schloss sich dem alten Mann und seiner Räuberbande an. Immer wenn es Nacht wurde kamen sie aus ihrem Stützpunkt im Wald heraus und gingen auf Beutezug. Sie nahmen alles mit was nicht Niet und Nagelfest war. Garret beruhigte sein Gewissen indem er sich einredete, dass er auf sein eigenes Überleben bedacht sein musste. Nach 2 Jahren starb der Anführer der Bande und die Räuber wählten den sympathischen Garret zu ihrem Anführer. Garret legte neue Regeln fest. Im Herzen war er immer noch ein Ehrenmann und deshalb setzte er fest, dass statt den Armen ab sofort nur noch die Leute überfallen wurden, die mehr als genug besaßen, vor allem Großmarschall Terrag der sich ein riesiges Anwesen und viele Reichtümer ergaunert hatte. Schon bald war der Raubritter Garret und seine Bande im ganzen Reich von den Adligen gefürchtet. Er und seine Männer häuften Unmengen an Reichtümern an. Aber Terrag ließ sich auch nicht ohne weiteres Berauben und verfrachtete seine Schätze in die Burg Rabenstein. Garret und seine Männer planten ihren Größten Raubüberfall. Sie wollten sich in die Burg einschleichen und den Großmarschall mit einem Mal alle Reichtümer abnehmen. Bei Nacht und Nebel schlichen sie sich zur Burg. Garret kletterte über die Mauer und öffnete seinen Männern das Tor. Die Wachen zu überwältigen war eine Kleinigkeit für sie und nach kurzer Zeit waren sie daran die Schatzkammer auszuräumen. Auf einmal wurden sie von Wachen umzingelt und unter ihnen stand Tarreg. Erik einer aus Garrets Bande hatte sie hintergangen und den Großmarschall informiert. Dieser stand mit einem breiten Grinsen zwischen seinen Soldaten. Jetzt oder nie dachte sich Garret und mit einem lauten Schrei stürmte er mit seinem Schwert auf Tarreg zu dieser war zu überrascht um zu reagieren und wurde von Garrets Schwert durchbohrt er sank blutüberströmt zu Boden. Garret ließ sich ohne Gegenwehr von den Wachen abführen, er hatte den Betrüger zur Strecke gebracht was nun mit ihm passierte war ihm egal.“ „ Was ist dann mit ihm passiert?“ fragte Sims. „Garret und seine Männer wurden wegen ihrer Verbrechen im Königreich zum Tode verurteilt, ihren Schatz hat nie jemand gefunden er liegt noch heute irgendwo im Wald nahe unseres Dorfes.“ „ In unserem Wald?“
„ja Julian in diesem Wald liegt irgendwo Garrets Schatz.“ „Dann werden wir ihn finden, nicht Sims?“ „ und ob, gleich morgen fangen wir an zu suchen.“ „Das könnt ihr machen“, meinte Julians Oma, „aber Sims muss jetzt nach Hause, und dann geht’s ab ins Bett.“
Dass Fettgedruckte war das Stichwort für unsere Jungscharler. ;)


2 Comments:
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