An einem ganz normalen Montagmorgen um 10 Uhr ist Gerstiner damit beschäftigt endlich aufzustehen. Eigentlich hätte er schon seit 3 Stunden in der Schule sein müssen, aber er hat am Wochenende ein paar Bier zuviel gekippt. Mit einem lauten Gähnen stößt er die Worte: „ was schon so spät“ hervor. Er packt sein Vesper und ein Sixpack in seinen Rucksack, schwingt sich auf sein Radel und fährt los. Allerdings hält er schon nach 5 Minuten an, weil er erstmal nachtanken muss. Er packt sein Sixpack aus und leert die erste Flasche auf Ex. So gestärkt fährt er Richtung Schule weiter. In der Schule stellt Gerstiner fest, dass er seine Unterrichtsmaterialien in seiner Lieblingskneipe liegen gelassen hat. "Auf den Schock muss ich erstmal was trinken, “ sagt er nur und öffnet die nächsten 2 Flaschen. Leicht angetrunken torkelt er in seine Klasse: „Gudn Morgn zsamn, heude beschäftigen wir uns mit der indstriellen Evolution, äh Revolution. Nehmt Blatt 2r zur Hand und schaut euch die Tabelle an.“ Schon muss er sich die frechen Rufe seiner Schüler anhören. „ Das Blatt von 1983 oder das von 1977?“ „ Boris wenn du nicht gleich dein freches Maul hältst dann kannst du gleich heimgehen. Ihr macht jetzt die Aufgabe 5 auf Seite 78 im Buch.“ Während seine Schüler nun beschäftigt sind beschließt Gerstiner, dass er letzte Nacht doch zu wenig geschlafen hat und macht ein Nickerchen. Pünktlich zum Klingeln wacht er wieder auf. Schnell läuft er in den Lehrerzimmer um zu erzählen, dass er am Wochenende 2 Kilo abgenommen hat. Doch als er fröhlich seine gute Nachricht verkündet, erntet er nur ein müdes lächeln und Frau Kurz sagt ihm: „ Ludwig hat sich am Wochenende sein Sixpack wieder antrainiert.“ „ Für was brauch ich n Sixpack, wenn ich ein Bierfass hab“ kontert Gerstiner, aber außer Heinz Wiesel lacht niemand und der lacht sowieso über alles, vor allem über seine eigenen schlechten Witze. Völlig niedergeschlagen läuft Gerstiner zurück in seinen Unterricht um noch ein paar Stunden zu schlafen. Doch selbst das ist ihm nicht gegönnt. Plötzlich steigt ihm ein widerlicher Geruch in die Nase. Er springt auf und schreit: „ Wäääh, wer war denn das“ und läuft ins andere Ende des Klassenzimmers.“ Also wer immer das war sollte mal zum Proktologen gehen, dass ist doch nicht normal. Man kann ja auch rausgehen wenn’s sein muss.“ Haschs ghört Boris, du sollst in Zukunft draußen blähen.“ Schreit Maximilian, aber Gerstiner schläft bereits wieder. Als Gerstiner nachmittags daheim ist, kommt sein alter Kumpel Otto vorbei. „hey Otto alter Schwede, schön dass du mal wieder da bist.“ Begrüßt ihn Gerstiner. „ Die Freude ist ganz meinerseits.“ Antwortet ihm Otto.“ Wollte mal wieder über die gute alte Zeit quatschen Hans.“ Die beiden machen sich einen schönen Nachmittag, aber nicht mit Bier wie jetzt manch einer denken könnte, sondern..... mit VIEL Bier. „ Weissu noch damals in der Kneibe in St-Pauli, wo du aufs Klo wolltest und diesen riesigen Weinkeller gefunden hast“ fängt Otto an. „ oh ja.“ Meint Gerstiner. „ den haben wir damals bis auf den letzten Tropfen geleert. Der Wirt weiß bis heut nicht wer das war.“ „ Ach Hans, dass waren noch Zeiten, als wir jung waren.“ „Wir haben aber auch ordentlich die Sau raus gelassen, Otto.“ „ Wir waren ein unschlagbares Team.“ „ Das sind wir immer noch, zumindest ein Team, mit dem unschlagbar bin ich mir nicht mehr so sicher.“ „ Wieso? Du bist doch Beamter am Lässig Gymnasium, wie du es so schön nennst, dich kann keiner entlassen und mich auch nicht, schließlich leb ich von Sozialhilfe.“ „ Wir machen eben alles gemeinsam Otto, dem Staat auf der Tasche liegen, macht zu zweit ja auch viel mehr Spaß. Gemeinsam schwelgen sie noch in Erinnerungen bis spät abends auf einmal: Hansi, es ist spät und du musst morgen in die Schule, ab ins Bett.“ „ Nur noch 5 Minuten Mama.“ Gerstiner verabschiedet sich von Otto und beendet den Tag wo er anfing. Betrunken im Bett.
So jetzt habt ihr mal nen Einblick was ich für Geschichten schreibe, wenns mir in der Schule langweilig ist. So nebenbei noch, die Geschichte hab ich im Unterricht von eben dem Lehrer geschrieben, von dem sie handelt. Da sitz ich in der ersten Reihe.